Bräuche & Traditionen
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"Wer heute versucht, etwas Bewahrenswertes zu bewahren, der muß
schon fast ein Revolutionär sein" |
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Tannenbaumverbrennen
Mitte Januar lodern im Kreis die Feuer - die Feuerwehr verbrennt die
Tannenbäume und dazu gibt es vielerorts - wie beim Osterfeuer - Getränke
und auch Würste vom Grill.
Bilder aus Stubben
Osterfeuer
Am frühen Abend des Ostersonnabend geht's los. Schon Wochen vorher türmen
Vereine, Kirchen oder Privatleute Gartenabfälle und Grünzeug zu einem weithin
sichtbaren riesigen Haufen auf, der dann angezündet wird. Man trifft sich
gesellig zu Bier, Glühwein und Grillwürstchen. Manchmal gibt es noch Musik vom
Spielmannzug dazu.
Die meist anwesende Feuerwehr achtet darauf, daß kein Müll verbrannt wird. Der
Brauch ist vor allem in ländlichen Gegenden üblich, wo die Dörfer manchmal einen
Wettstreit um das höchste Feuer abhalten und die Holzstapel in den Nächten vor
Ostern bewachen.
Der Brauch stammt aus alten Zeiten und diente
dazu, den Winter zu vertreiben, sozusagen zu verbrennen. Das Feuer steht für die
Sonne als Mittelpunkt des Lebens. Der Schein des Feuers soll die Saat vor bösen
Geistern schützen und galt auch als Kult zur Sicherung des Wachstums und
damit der Ernte.
Artikel auf Wikipedia
Bilder vom Osterfeuer
in Rohlfshagen und
Bergstedt
Film vom Osterfeuer in Wohldorf und
weitere Osterfeuer in Hamburg
Maifeuer und Maibaum, Tanz in den Mai
Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus...
In einigen Gemeinden gibt es auch ein Maifeuer am 30. April, so z.B. in Groß
Boden oder Reinfeld, das als eines der größten in Schleswig-Holstein gilt. Zur
Stärkung gibt es Snacks und Stockbrot. In Reinfeld gibt es auch Tanz in den Mai
auf der Müllerwiese am Karpfenplatz. Der Maibaum wird in vielen Stormarner
Gemeinden zum 1. Mai an einem zentralen Ort aufgestellt, z.B. in Hoisdorf am
Dorfteich, in Bad Oldesloe auf dem Marktplatz, in Oststeinbek, Reinbek oder
Grabau. Dazu spielt manchmal auch die Feuerwehr oder andere Musikgruppen auf und
es gibt meist Würstchen und Bier.
Artikel auf Wikipedia
Lied: Der Mai ist gekommen
Vatertagstour
Am Himmelfahrtstag schwärmen die Radfahrer aus -
nicht nur die Väter, auch viele Frauen und Kinder finden das lustig. Mit Rädern, die mit
Grünzeug behängt sind und Bollerwagen voller Bier oder anderer Getränke geht's
ins Grüne. Manche Bollerwagen enthalten auch noch Picknickutensilien. Auch
urige Ausfahrten mit dem Trecker gibt es ab und zu zu sehen. Tip: Das Himmelfahrtsvergnügen an der Tremsbüttler Kate
Artikel auf
wikipedia.org
Bauanleitung für Bollerwagen
Pfingsten
... ist
Mühlentag und
traditionell Fahrradausflugstag!
Lieder:
To Pingsten ach wie scheun...
Bolle reiste jüngst zu Pfingsten
Vogelschießen
In vielen Gemeinden wird das traditionelle Vogelschießen gefeiert. Bei dem Wettbewerb geht es darum, mit einer
Schußwaffe bzw. Armbrust einen hölzernen Vogel abzuschießen. Begleitet wird das
Vogelschießen normalerweise von einem Dorf- oder Schützenfest. Der Schützenvogel,
oder im üblichen Sprachgebrauch der „Adler“, wird in der Regel in viele Stücke
zerschossen. Er muß demnach zu jedem Fest neu gebaut werden. Den Rumpf
abzuschießen ist Aufgabe der Anwärter, die die
Königswürde erringen wollen. Sieger ist derjenige, der das letzte Stück des
Vogels trifft. Im Verlauf bis dahin abgeschossene Bruchstücke bestimmen die
Reihenfolge der weiteren Teilnehmer bei der Siegerehrung bzw. oft üblichen
Preisverleihung. Meist werden auch noch Geschicklichkeitsspiele wie z.B.
Dosenwerfen abgehalten und es gibt einen Kindertanz und eine Kuchentafel.
Entstanden ist der Brauch im Mittelalter, als größere Teile der männlichen
Stadtbevölkerung noch zur Verteidigung der Stadt herangezogen wurden und das
Schießen üben mußten. Heute wird es oft nur noch in der Form des
Kindervogelschießens durchgeführt, das Ende des 19. Jahrhunderts entstand
Link zum
Kindervogelschießen in Bad
Oldesloe und in
Rohlfshagen
Sommersonnenwende
Die Sommersonnenwende
am 21. Juni wird auch gefeiert - zum
Beispiel in Hoisdorf. Seit 1990 sorgen Feuerwehr und Gemeinde auf dem
Gemeindeplatz hinter dem Feuerwehrhaus für ein großes Feuer und eine bunte Meile
mit Leckereien und Musik.
Schützenfeste
Alte Traditionen verbergen sich auch hinter den
populären Schützenfesten. In den Grundzügen ist das Zeremoniell der
Schützenfeste überall gleich. Bei den Schützen überwiegen die grünen Uniformen.
Schützenfeste werden den ganzen Sommer über gefeiert. Feste
Bestandteile sind Umzüge, Spielmannzüge, der Ball, das Königsschießen und wohl
auch das Katerfrühstück.
www.ndsb-sh.de
Tag des offenen Denkmals
am 2. Sonntag im September
Denkmalschutz
Landesregierung Schleswig-Holstein
Tag des offenen Denkmals
Erntedankfest
Ende September/Anfang Oktober wird das Erntedankfest gefeiert. In den
Kirchen finden Erntedankgottesdienste statt und es gibt viele Erntedankfeste und
-märkte.
Wikipedia-Artikel zum
Thema Erntedank
Kirchen-ABC - das Erntedankfest in der Kirche
Traditionell gibt es mittlerweile den Erntedankmarkt in Trittau
Abfischen
Erntedank der besonderen Art: in jedem
ungeraden Jahr Anfang Oktober wird in Reinfeld der Karpfenteich abgelassen und
das Abfischen mit zahlreichen kulturellen Veranstaltungen und Spielen gefeiert.
Fischzucht hat hier eine jahrhundertealte Tradition. Die zahlreichen Teiche
erbringen alljährlich eine reiche Ernte, und so wurde denn auch der Fischhandel
zum bestimmenden Wirtschaftszweig der "Karpfenstadt" Reinfeld. Ein Überfluß
herrscht zur Zeit des Abfischens - Bewohner und Besucher verzehren die Tiere in
großen Mengen, die übrigen kommen in den Handel. Das Abfischen gibt es auch in
anderen Stormarner Gemeinden, z.B. in Bargteheide, Großhansdorf oder Seefeld/Bad
Oldesloe.
Laternegehen
"Laterne, Laterne, Sonne, Mond und
Sterne....." klingt es an frühen Oktober- und Novemberabenden durch die
Ortschaften. Mit buntleuchtenden, gekauften oder selbstgebastelten Laternen
geht's los - entweder mit den Eltern oder in einer Kindergartengruppe. Schauen
Sie hier Bilder an vom
Laternenumzug in
Rohlfshagen
www.top-kinderlieder.de
www.kaleidoskopajanis.de
Martinstag
Martinsgans wird am 11. November gegessen - dieser Brauch wird auch im Stormerland gepflegt.
Auf Martinimärkten kann man regionale Produkte kaufen und meist auch Kaffee
trinken. Martinimärkte werden von einigen Kirchen oder Höfen organisiert, so
z.B. der Bargteheider Kirche, dem Geflügelhof Lars Möller in Steinburg/Mollhagen
oder den
Hermann-Jülich-Werkstätten in Hamfelde.
Der Martinstag - Artikel auf
Wikipedia
www.chefkoch.de
Rezept für
klassische Martinsgans
Rummelpottlaufen
Das Rummelpottlaufen am Silvesterabend ist ein
alter Brauch. Die Kinder laufen verkleidet und bunt bemalt mit ihren Tüten von
Haus zu Haus, singen alte Rummelpottlieder und bekommen dafür Obst, Süßigkeiten
oder Geld.
www.flensburg-online.de
Artikel über Rummelpott
in Wikipedia
www.kaleidoskopajanis.de
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