Jede Landschaft hat ihre eigene, besondere  Seele...
Christian Morgenstern
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Diese Internetseite hat ihren Ursprung in einer Übungsaufgabe, die ich im Rahmen einer Fortbildung zur Online-Redakteurin im Jahre 2005/2006 zu lösen hatte. Die Aufgabe lautete, "Die Tourismuszentrale Ihrer Heimatstadt gibt Ihnen den Auftrag, die Stadt im Internet darzustellen". Auf dem Weg zur "Online-Redakteurin" habe ich noch weitere Aufgaben gelöst, die mir allesamt viel Spaß gemacht haben - hier sind sie abrufbar.

Am 6. September 2006 ist im Stormarner Tageblatt ein Artikel über diese Internetseite erschienen. Danke an Volker Stolten und Dirk Gusick! Auch "Stormarn aktuell" berichtet über die Seite. Danke an Andreas Stascheit. :-). Und im Jahre 2007 konnte man eine kleine nette Randnotiz im Stormarner Tageblatt lesen.

In eigener Sache
:
Natur, Sport, Fotografie, Garten, Reisen & Tourismus, Musik & Chor, Flohmärkte, deutsche Sprache ...viele meiner Interessen spiegeln sich auf diesen Seiten wider. Möglicherweise gibt's hier demnächst auch noch ein paar Reiseberichte aus den letzten Jahren zu lesen.


Zum Thema Rechtschreibung ein paar aufklärerische Worte...

Stell Dir vor, es ist "Rechtschreibreform" und keiner macht mit... Wie Sie vielleicht gemerkt haben, benutze ich die - lesefreundlichere, einfachere, sinnvollere und grammatikalisch korrektere klassische Rechtschreibung. Neuschrieb lehne ich aus guten Gründen konsequent ab. Über dieses Thema wurde viel berichtet, gestritten und wie so oft haben wieder mal diejenigen, die am meisten mitgemischt haben, die geringste Ahnung von der Sache bzw. das größte finanzielle Interesse daran. Am Ende hat sich unfaßbare Unvernunft, Starrsinn und Profitgier durchgesetzt. Die Folgen: babylonische Sprachverwirrung allerorten. Offensichtlich kann kaum noch jemand richtig schreiben. Die Medien berichteten - wenn überhaupt - über diese gigantische Realsatire meist nur Oberflächliches und auch leider viel Falsches. Und daß es inzwischen zwei Reformen der Reform gegeben hat, durch die einige der unsinnigsten Schreibungen wieder rückgangig gemacht wurden, scheint sich nicht mal in der Schule rumgesprochen zu haben. Immer wieder wird auch gern verbreitet, die "neue" Schreibung sei nun endgültig "verbindlich". Wie bitte?? Es gibt lediglich einen fragwürdigen Beschluß der Kultusministerkonferenz, der die neuen, schlechteren Regeln an den Schulen einführt. MEHR NICHT! Es gibt kein Rechtschreib"gesetz", das die schlechtere Schreibung "verordnet", jeder "darf" weiterhin sinnvoll und lesbar schreiben! Das ist sehr übrigens sehr schön im Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 14. Juli 1998 nachzulesen.

Für wirklich Interessierte nachstehend ein paar ausgesuchte, gut recherchierte Links und Zitate zum Thema:

Orthographische Legende
Sie glauben, daß die sogenannte Heysesche-ss-Schreibung  das einzig Sinnvolle an der sogenannten Rechtschreibreform ist? Sie denken, es sei "modern" so zu schreiben oder aber viel leichter? Wußten Sie, daß die Regel bereits im 18. Jahrhundert erfunden und seitdem mehrfach gescheitert ist?  Schlagen Sie doch mal die Eszett-Seite auf, "Die orthographische Legende", "Sieben Argumente gegen die reformierte ss-Schreibung" oder www.schriftdeutsch.de.

"Heyses ss-Schreibung hat sich in Wirklichkeit weder unter Kaiser Franz Joseph noch in den letzten Jahren bewährt. Sie führt, für jedermann sichtbar, zu unbefriedigenden Wortbildern wie "Flussaue" oder "Missstand" und vermehrten Fehlern, wie das häufige Auftreten der Schreibung "Ergebniss" zeigt." FAZ, 2006

Rechtschreibreform - Seismograph einer Krise
"Oder Reiner Kunze in seiner wunderbaren, sehr empfehlenswerten Denkschrift Die "Aura der Wörter": “Das Wort besitzt eine Aura, die aus seinem Schriftbild, seinem Klang, und den Assoziationen besteht, die es in uns hervorruft, und je wichtiger und gebräuchlicher ein Wort ist, desto intensiver und prägender ist diese Aura. Wer sie zerstört, zerstört etwas in uns, er tastet den Fundus unseres Unbewußten an. Wird man also ständig mit Wörtern konfrontiert, deren Aura zerstört ist, weil sie zerschnitten sind (‚weit gehend‘ statt ‚weitgehend‘), weil sie so, wie sie jetzt geschrieben werden, anders klingen (‚Anders Denkende‘ statt ‚Andersdenkende‘) oder weil man ihnen eine Packung von drei ‚s‘ verpaßt und ihnen dann eine Spreizstange eingezogen hat (‚Fluss-Senke‘), dann ist die Wahrnehmung dieser Zerstörung jedesmal ein Mikrotrauma, eine winzige psychische Läsion, was auf die Dauer entweder zu Sprachdesensibilisierung, Abstumpfung und Resignation oder zu zunehmend unfreundlicheren Gefühlen denen gegenüber führt, die das alles ohne Not verursacht haben.” .. weiter auf
Rechtschreibreform - Seismograph einer Krise


www.sprachforschung.org - Fachbeiträge und Meinungen zum Thema sogenannte "Rechtschreibreform" mit regem Forum und einem Rechtschreibtagebuch von Prof. Theodor Ickler - ehemals Mitglied des Rates für Rechtschreibung. Interessierte erfahren etwas über Aussitzungen, Gründe für das sinnlose Durchboxen dieser "Reform", Gleichgültigkeiten, Profitgier, Inkompetenz, politische Arroganzen ...  DIE Seite zum Thema!  "Orthographie ist die Kunst, einer Sprache die ihr angemessene schriftliche Form zu verleihen. Manche meinen, es handele sich bloß um eine Sekundärtugend – in den Schulen müsse »Wichtigeres« vermittelt werden. Was aber gibt es Wichtigeres als funktionierende Kommunikation, für die eine funktionierende Orthographie Voraussetzung ist? Die Rechtschreibreform ist der Beweis, daß richtiges Schreiben keine Belanglosigkeit ist. Viele trauen heute ihren Augen nicht mehr, wenn sie morgens die Zeitung aufschlagen. Das Lesen ist mühsam geworden." Aus "Leiden Sie auch unter Sehstörungen?"
Wem gehört die deutsche Sprache? Eine Abhandlung von Prof. Theodor Ickler auf www.sprachforschung.org

www.rechtschreibreform-neindanke.de - dieser Missstand ist gräulich...eine feine Anti-Rechtschreibreform-Seite!  Die Rechtschreibreform vereinfacht das Schreiben nicht, sondern macht es primitiv und komplizierter. Die Reform greift wegen der Liberalisierung der Zeichensetzung und der Willkür bei Getrenntschreibungen unmittelbar in den grammatikalischen Lebensraum der Schriftsprache ein. Texte lassen sich schwerer lesen. Sogar eine Änderung der Sprechweise wird suggeriert....

"Die Reformer mißbrauchen die Reform schamlos, um sich Ansehen im Fach und in der Öffentlichkeit zu verschaffen, um Eitelkeiten zu befriedigen und mit orthographischen Publikationen Geld zu verdienen. Selten habe ich erlebt, daß Menschen sich so ungeniert ausziehen und ihre fachlichen und charakterlichen Defizite zur Schau stellen."
Günther Drosdowski, der inzwischen verstorbene Leiter des Duden-Verlags, 1996

"Das Perfideste an der sogenannten Rechtschreibreform ist ihr Name. Er legt nahe, daß jeder, der gegen sie ist, ein Reform-, also ein Fortschrittsgegner ist. Das Dümmste an ihr ist, daß sie das Gegenteil von dem hervorbringt, was sie beabsichtigt: Chaos statt Klarheit"  Dr. Mathias Döpfner

"Es war vorauszusehen, daß im Laufe der Zeit die Besonderheiten der Neusprache immer mehr hervortreten würden - es würde immer weniger Worte geben und deren Bedeutung immer starrer werden."
aus George Orwell, 1984 - Mehr über George Orwell und die "Rechtschreibreform"

"Die Kultusminister wissen längst, daß die Rechtschreibreform falsch war. Aus Gründen der Staatsräson ist sie nicht zurückgenommen worden." Johanna Wanka, Wissenschaftsministerin in Brandenburg, in einem SPIEGEL-Interview

"Das Festhalten an einem mißlungenen Reformversuch gegen den entschiedenen Willen der Bevölkerung nimmt
doktrinäre Gestalt an und widerspricht unserer mühsam erlernten demokratischen Verhaltensweise."
Günter Grass

"Der Staat gibt uns zu verstehen, daß Geld keine Rolle spielt, wenn es darum geht, eine eigentlich schon lange erledigte, wenig leserfreundliche und insgesamt etwas schwierigere s-Schreibung durchzusetzen. Der Verdacht, daß wir in einem Irrenhaus leben, ist nicht mehr von der Hand zu weisen".
Prof. Dr. Theodor Ickler, ehemaliges Mitglied des Rates für Rechtschreibung in einem Forumsbeitrag auf www.sprachforschung.org /08 2008

Juli 2008: Vernichtendes Ergebnis einer Studie:  Schüler machen doppelt so viele Fehler wie vor der "Reform"!!!

"Es trifft tatsächlich zu, daß das amtliche Regelwerk die deutsche Grammatik nicht verändert hat; es stellt ›lediglich‹ falsche Behauptungen über diese auf und verordnet Schreibungen, die auf diesen falschen Behauptungen beruhen – was ja auch schon ein unerhörter Blödsinn ist. Die Welt verändern ist etwas anderes als die Welt falsch beschreiben." Forumsbeitag von www.sprachforschung.org vom 11.08.2008

"»Rechtschreibreform« – in der Bezeichnung selbst liegt schon eine Irreführung. Es handelt sich in Wirklichkeit nicht um eine fortschrittliche Maßnahme, sondern um die Bemühungen sprachpolitischer Kleingärtner, den vermeintlichen Wildwuchs der deutschen Sprache den eigenen rigiden Ordnungsvorstellungen gemäß zu beschneiden. Bei der Getrennt- und Zusammenschreibung wird dies am deutlichsten erkennbar. Hier war seit Jahrzehnten eine Tendenz zur Wortverschmelzung wirksam. Der allmähliche Sprachwandel des Deutschen brachte es zum Beispiel mit sich, daß aus »kennen lernen« »kennenlernen« wurde. Es ist so fruchtlos wie unwissenschaftlich, diesem sich naturhaft vollziehenden Prozeß entgegenwirken zu wollen. Eben dies aber war das erklärte Ziel der Rechtschreibreformer, die gängigste Zusammensetzungen wie »sogenannt« oder »vielversprechend« abzuschaffen trachteten und selbst ein so altehrwürdiges Wort wie »Handvoll« auf den Index gesetzt hatten. Diese mutwillige Beschädigung der deutschen Sprache mußte, wie alle Umfragen belegen, gegen die große Mehrheit ihrer Sprecher durchgesetzt werden. Eine sehr große Koalition von Bildungspolitikern aller Parteien war dazu bereit – an den Parlamenten vorbei und sogar unter Mißachtung eines Volksentscheids. Das Ergebnis war die systematische Entmündigung der Sprachgemeinschaft. Eine Kommission, deren Mitglieder niemand kannte, maßte sich an, darüber zu befinden, ob es Wörter wie zum Beispiel »naheliegend« oder »Zeitlang« weiterhin geben soll. Forschungsgruppe Deutsche Sprache

"Über die Ruine der Rechtschreibreform wird man noch nach Jahrzehnten sprechen, als Beispiel für ein grandios gescheitertes Experiment der Politik, als man meinte, sich ohne Not in einen Bereich des öffentlichen Lebens einmischen zu dürfen, in dem der Staat nichts zu suchen hat."
Matthias Dräger, Initiator des Volksentscheides gegen die "Rechtschreibreform" in Schleswig-Holstein

"Die Rechtschreibreform wird das gleiche Schicksal erleiden wie die DDR und in sich zusammenfallen – vielleicht sogar etwas schneller als nach 40 Jahren. Alle wissen, daß sie keine innere Substanz besitzt und nur durch die Mauer des ss zusammengehalten wird. Deshalb schießen die Wächter des ss auch so unbarmherzig auf jedes ß, das ihnen verdächtig vorkommt. (Beitrag von O.O. = "Orthographischer Optimist" im Forum von www.sprachforschung.org der Forschungsgruppe Deutsche Sprache am 3. August 2008

Vom Duden für dumm verkauft ...
"Duden & Co machen sich wieder wichtig. Wenn man schon mit einer Rechtschreibreform die allgemeine orthographische Verunsicherung herbeiverordnet hat (nicht nur in der Sozialpolitik nennt man Verschlechterungen »Reform«), dann muß diese Verunsicherung auch geschäftlich genutzt werden"... weiter auf www.sopos.org

"Die amtliche "Sprachregelung", über die Rechtschreibreform nicht mehr zu berichten, gilt weiterhin. Reparaturen sollen in aller Stille durchgeführt werden. So wie es in der Industrie der Brauch ist: Konstruktionsfehler niemals öffentlich zugeben, sondern still und heimlich nachbessern."
Beitrag von "Germanist" im Forum von www.sprachforschung.org am 15. Juli 2009

"Ein Paradebeispiel dafür habe ich im Internetportal „sueddeutsche.de“ der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) entdeckt. Wer sich schon einmal etwas über den „Kuss-statt-Kuß-“ und „Tollpatsch-statt-Tolpatsch-Teller(innen)rand“ der Rechtschreibreform hinaus mit deren weiteren Inhalten beschäftigt hat, der weiß besonders um die Problematik der Getrennt-/Zusammenschreibung. Denn gerade in diesem Bereich hat die Reform zu einem unübersehbaren Chaos beigetragen. Zum Beispiel zu dem neuen Modetrend, sogar altbewährte wehrlose deutsche Verben so gnadenlos auseinanderzureißen (vorbei laufen, hinzu kommen, hervor kramen, zurück holen, hinaus lehnen, weg werfen ...), daß man den alten Konrad noch einmal „auf wecken“ und für Ordnung sorgen lassen möchte. Ist das schon ein auf eine erwartete nächste Reformstufe bezogener „vorauseilender Gehorsam“? Oder äußert sich da eine „Urlust“, auch einmal bei einem Chaos mitmischen zu dürfen? Bei vielen Zeitungen scheint mir das Motto zu sein: „Hauptsache, wir haben etwas zu dem Thema gebracht; ob nun richtig oder falsch, wen interessiert das schon?“
Mehr auf: Aus rp-online.de vom 23.09.09

Weitere interessante Zitate zum Thema.

www.vernuenftig-schreiben.de - hier kann man erfahren, wer vernünftig schreibt, immerhin auch Angela Merkel und natürlich Loriot.
www.heide-kuhlmann.de - Abhandlung der freien Münchner Journalistin Heide Kuhlmann: Orthographie und Politik? Zur Genese eines irrationalen Diskurses
www.iris-hanika.de - freie Journalistin, Berlin
www.reformkosten.de - Kosten-Nutzen-Analyse der sog. "Rechtschreibreform"
www.lehrerverband.de: Wohl durchdacht und viel versprechend, aber nicht wohldurchdacht und vielversprechend
www.janhenrikholst.de - Anmerkungen des Ahrensburger Sprachwissenschaftlers Dr. Jan Henrik Holst www.rechtschreibreform.de - zur Zeit etwas abgespeckt, mit einem Beitrag von Matthias Dräger
www.sprache-werner.info - eine schöne Seite über Sprache und Schreiben
www.deppenleerzeichen.de - Protest gegen "Gemüse Suppe", oder "Video überwacht"
www.deppenapostroph.de - Apo'strophenalarm - Gruselgalerie der falschen Apostrophe
www.bedrohte-woerter.de - eine wundervolle Seite mit bedrohten Wörtern, wie z.B. blümerant oder Wählscheibe ..
www.mundmische.de - Mundmische ist eine einzigartige Sammlung von Gossenslang, Umgangssprache und Sprichwörtern der deutschen Sprache. Jeder kann hier seinen Wortschatz verbreiten und erweitern.

Buchempfehlungen: "Der große Blöff", "Die sogenannte Rechtschreibreform, ein Schildbürgerstreich (Das ganze Buch im Internet!)"Falsch ist richtig"/Kommentierung dazu und "Wir schreiben für die, die lesen"

Ich freue mich, gelegentlich Kommentare auf anderen Internetseiten zum Thema Rechtschreibung zu finden. Bei der Suche nach verschiedenen Informationen im Netz sind mir dabei z.B. folgende sehr schöne und informative Seiten aufgefallen:
www.wildbienen.info
www.hradetzkys.de

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